Impfung
Die BTV3-Impfstoffe sind inaktivierte Impfstoffe, d.h. sie enthalten kein vermehrungsfähiges Virus. Um eine ausreichend gute Immunantwort im geimpften Tier zu erzielen, enthalten sie die seit langem bewährte Kombination der Adjuvanzien Aluminiumhydroxid und Saponin (Quil A).
Impfstoffe
Zur möglichen Eindämmung des vom Blauzungenkrankheitsvirus Serotyp 3 aktuell ausgelösten Infektionsgeschehens hat das Paul-Ehrlich-Institut nach einer beschleunigten Bewertung die folgenden drei Impfstoffe benannt:
- BULTAVO 3 – wird von Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH, Deutschland, in Verkehr gebracht
- BLUEVAC-3 – wird von CZ Vaccines S.A.U., Spanien / CEVA Tiergesundheit GmbH, Deutschland, in Verkehr gebracht
- Syvazul BTV 3 – wird von Laboratorios Syva S.A., Spanien / Virbac Tierarzneimittel GmbH, Deutschland, in Verkehr gebracht
Impfung dringend empfohlen
Diese Unternehmen und die Impfstoffhersteller haben bereits Erfahrung in der Herstellung von BTV-Impfstoffen. Sie besitzen ein gültiges GMP-Zertifikat. Die Herstellung der Impfstoffe erfolgt also nach den Grundsätzen der guten Herstellungspraxis (Good Manufacturing Practice, GMP).
Weidetierhalter empfehlen Impfung
Die überschlägige Meinung nach dem Erfahrungsaustausch unter Weidetierhaltern seid Ausbruch der Blauzunge ist auf jeden Fall impfen zu lassen. Hierbei sollten kranke Tiere sympthomatisch behandelt werden und eine Blutentnahme durchgeführt werden. In solchen Fällen sollte abgewägt werden ob man dieses Tier impft.
Bitte besprechen Sie alles Weitere mit Ihrem Hoftierarzt.
Impfung dringend empfohlen!
Die überwiegende Meinung der Weidetierhalter, die sich in einer Gruppe zusammen geschlossen haben, ist dass man auf jeden Fall impfen sollte. Allerdings sollte differenziert werden, einige Tierärzte würden kranke Tiere nach den Erfahrungen nunmehr sympthomatisch behandeln und nicht impfen. Hier kann ein kleines Blutbild gemacht werden um die Viruslast fest zu stellen.
Durch den Austausch konnten wir milde bis schwerste Verläufe bis hin zum Verenden der Tiere, viele andere auch, begleiten und miteinander daraus lernen und uns unterstützen. Überblickend ist zu sagen, dass geimpfte und konstitutionell gut da stehende Tiere keine, wenige oder nur milde Sympthome und Verläufe hatten. Bei den meisten anderen Fällen mit Todesfolge spielten andere Erkrankungen oder bakterielle Belastungen eine bedeutende Rolle.
Bitte befragen Sie Ihren Hoftierarzt
Mildere Verläufe bei rechtzeitiger Impfung
kranke Tiere separieren, am besten kühl / schattig in den Stall stellen und behandeln. Kommt gut durch!
Das Immunsystem schützt
Es ist nicht die Impfung selbst, die einen Schutz bildet. Letztendlich ist es das Immunsystem das sich durch die Impfung auf die "große Welle" vorbereiten und trainieren kann um seine Immunantwort auf zu bauen. Vorausgesetzt die Tiere sind in einem guten körperlichen und gesunden Zustand sollte die Impfung weitgehend ohne Sympthome verlaufen.
Hierbei sind Inkubationszeiten zu beachten, was im Umkehrschluß bedeutet, dass frühzeitiges impfen früh hilft.
Ich hätte nie gedacht
das ich nach der C-Nummer nochmal für's Impfen wäre, aber ich kann Ihnen berichten, dass wir bei den nicht geimpften Herden, die wir begleiten, wesentlich schlimmere, meist sogar Todesfälle zu beklagen haben.
Aber auch bei den geimpften Herden haben wir teils schlimme Verläufe auch mit Todesfällen. Wenn man schon Symthome hat sollte man individuell mit seinem Hoftierarzt beratschlagen und eine Entscheidung treffen.
